
Mitglied seit 2011
Technik: Objektkunst & Surramente
Wohnort: Dorsten
r.f.puschnig@freenet.de
http://www.kohlarte.de
... zurück
|
In meiner Kunst strebe ich nicht die Perfektion
einer künstlerischen Technik an, mir reicht das
kleine "Ein mal Eins" des Heimwerkes und ein wenig
konstruktives Geschick, denn meine Kunst lebt von
der „Idee“.
Ich befreie die Gegenstände des täglichen Gebrauchs
von ihrer Funktion, sodass ihre Symbolik offenkundig
wird. Die Tiefe in den Dingen. Scheren, Schlösser,
Wasserhähne, Wäscheklammern, Schneckenhäuser und
vieles mehr, setze ich zusammen wie die
verschlüsselten Elemente einer archaischen Schrift.
So entstehen Chiffren die wir erahnen aber nicht
zweifelsfrei verstehen können.
Meine Ansprache gilt mehr dem Unterbewussten als dem
Bewussten. In diesem Sinne verstehe ich mich als
Surrealisten.
Meine Werke könnten den Kunstkategorien: Objekte,
Assemblagen, Objekt trouvé, Akkumulationen,
zugeordnet werden. Doch bei der Mehrzahl meiner
Werke finde ich die Bezeichnung des „Surrament“
abgeleitet vom Begriff des surrealen Arrangements
treffender. Ein Surrament wirkt über die
tendenzielle Assoziation. Es lässt Freiräume in der
Interpretation, gibt aber eine Richtung vor.
Der Mensch schneidet sich die Wirklichkeit so
zurecht, dass sie in sein Format passt. Kunst sollte
nach meiner Meinung das menschliche Format zumindest um die Dauer eines
Staunens (oder die Dauer einer Verstörung)
erweitern.
Es ist für mich nicht wichtig, was mir der Künstler sagen
will, sondern was mir seine Kunst sagt. Sagt sie mir
nichts, helfen mir auch keine Seiten langen
Erklärungen des Künstlers oder seiner Fürsprecher.
Es kann aber nicht schaden, wenn der Künstler was zu
sagen hat und was ich zu sagen habe, habe ich
gesagt.
|